Die Figur des Dritten
Beschreibung
Produktdetails
Der Schlüssel zum Verständnis des Antisemitismus ist die Figur des Dritten und ihr Bezug auf ein kollektives Selbstbild. Das ermöglicht eine klare Antwort auf die Frage, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und Kritik der israelischen Politik zu ziehen ist.
Dieses Buch schließt damit gesellschaftstheoretische Grundfragen auf: nach Rassismus und Antisemitismus, nach Gemeinschaft und Gesellschaft, nach Kommunikationslatenz und postnazistischem Nationalismus. Klaus Holz und Jan Weyand leisten einen entscheidenden Beitrag zu einer bis heute ausstehenden Soziologie des Antisemitismus: Mit ihrem Zugang lässt sich zeigen, dass die Geschichte antisemitischer Zuschreibungen auf der Dynamik kollektiver Selbstbilder basiert.
Vorwort 7
1 Zur Soziologie des Antisemitismus 9
2 Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland 47
3 Die antisemitische Konstruktion des Dritten in der nationalen Ordnung der Welt 71
4 Von der Judenfrage zur Antisemitenfrage. Frühe Erklärungsmodelle von Antisemitismus 97
5 Nationaler Sozialismus. Das Ethos nationaler Arbeit und ihre Feinde am Beispiel Hitlers 113
6 Islamischer Antisemitismus. Geschichte und Semantik 139
7 Der Aufstieg des Nationalismus und die Theorie des autoritären Charakters 161
8 Das Konzept der Kommunikationslatenz und der Fortschritt in der soziologischen Antisemitismusforschung 177
9 Die Paradoxie der Normalisierung. Drei Gegensatzpaare des Antisemitismus vor und nach Auschwitz 203
Quellen 233
Literatur 239
Drucknachweise 259
„Die Figur des Dritten“ – Soziologie des Antisemitismus verständlich und fundiert
„Die Figur des Dritten“ geht der Frage nach, wie Antisemitismus gesellschaftlich funktioniert – jenseits einer rein verkürzten Erklärung über „Vorurteile“. Wenn Du ein präzises, theoriegeleitetes Verständnis suchst, zeigt Dir das Buch, wie antisemitische Zuschreibungen mit kollektiven Selbstbildern zusammenhängen. Dabei wird deutlich, warum das antisemitische Judenbild nicht einfach nur „Fremdheit“ markiert, sondern eine besondere Rolle als „Dritter“ einnimmt. Das macht den Band relevant für Studium, Forschung und politische Bildung.
Besonderheiten / Qualität / Eigenschaften
Der zentrale Zugang des Buches ist die Figur des Dritten: Antisemitismus wird als Konstruktion verstanden, die den Gegensatz von „Eigenem“ und „Fremdem“ unterläuft und ein „zersetzendes“ Gegenbild von Gemeinschaft entwirft. Dadurch liefert der Band einen analytischen Schlüssel, um historische und gegenwärtige Formen von Antisemitismus einzuordnen – inklusive der Frage, wo die Grenze zwischen Antisemitismus und Kritik an israelischer Politik verläuft. Zusätzlich öffnet das Buch gesellschaftstheoretische Perspektiven, etwa zu Rassismus und Antisemitismus, Gemeinschaft und Gesellschaft sowie postnazistischem Nationalismus. Die ausführliche Gliederung (u. a. Gegenwart in Deutschland, islamischer Antisemitismus, autoritärer Charakter, Kommunikationslatenz) unterstützt Dich beim gezielten Arbeiten.
Qualität und Langlebigkeit
Als wissenschaftlicher Titel ist „Die Figur des Dritten“ so aufgebaut, dass Du einzelne Kapitel gezielt für Seminare, Referate oder Forschungsfragen nutzen kannst. Für eine lange Nutzungsdauer empfiehlt sich eine schonende Handhabung beim häufigen Nachschlagen (z. B. Lesezeichen statt Eselsohren) und eine trockene Lagerung. Herkunft: Der Herstellungsort ist anhand der vorliegenden Produktinformationen nicht eindeutig belegbar.
Kauf- oder Nutzungstipp
Wenn Du das Buch für Studium oder Bildungsarbeit nutzt, starte mit den Kapiteln zur Gegenwart des Antisemitismus in Deutschland und arbeite dann zurück zur theoretischen Grundlegung – so wird der Begriff des „Dritten“ schnell greifbar. Für Lesekreise oder Fortbildungen im Bodenseeraum kann es hilfreich sein, pro Sitzung ein Kapitel mit einer Leitfrage zu verbinden (z. B. „Welche Funktion hat das kollektive Selbstbild?“). Notiere Dir beim Lesen zentrale Begriffe, um die Argumentationslinie über die Kapitel hinweg zu sichern.
Erhältlich bei fairplace
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- Vorteile: klarer theoretischer Schlüssel („Dritter“), gesellschaftstheoretische Einordnung, gut kapitelweise nutzbar
- Typische Einsatzbereiche: Studium (Soziologie/Politikwissenschaft), Forschung, politische Bildung, Fortbildung
- Zielgruppen: Studierende, Lehrende, Forschende, Multiplikatoren in Bildungsarbeit
- Eigenschaften: analytisch, theoriegeleitet, strukturiert, argumentationsstark
Fragen zu Die Figur des Dritten
- Was ist Die Figur des Dritten?
- „Die Figur des Dritten“ ist ein wissenschaftliches Buch zur Soziologie des Antisemitismus. Es erklärt, wie antisemitische Bilder mit kollektiven Selbstbildern verknüpft sind und warum dabei eine besondere Rolle als „Dritter“ konstruiert wird.
- Woher stammt Die Figur des Dritten?
- Die Figur des Dritten wird von internationalen Partnern nach hohen Qualitätsstandards gefertigt. Wir bei fairplace haben dieses Produkt bewusst ausgewählt, da es unseren hohen Ansprüchen an Materialgüte und Langlebigkeit entspricht.
- Wie wird Die Figur des Dritten verwendet?
- Du kannst das Buch kapitelweise lesen und gezielt für Seminare, Referate oder Bildungsarbeit einsetzen. Die Gliederung hilft Dir, einzelne Themen wie Gegenwart in Deutschland, islamischen Antisemitismus oder theoretische Modelle strukturiert zu bearbeiten.
- Was macht Die Figur des Dritten bei fairplace besonders?
- Das Besondere ist unser zweistufiges Vertrauensmodell: Während der Händler eigenverantwortlich entscheidet, welche Produkte er in sein Sortiment aufnimmt, fungiert fairplace als Prüfinstanz. Wir validieren jedes Angebot anhand unserer Kriterien für Qualität und Langlebigkeit. So stellen wir sicher, dass nur Produkte auf unserem Marktplatz erscheinen, die unseren hohen Anforderungen gerecht werden, auch wenn sie nicht direkt aus der Region stammen.
- Für wen ist Die Figur des Dritten geeignet?
- Das Buch ist geeignet für alle, die Antisemitismus wissenschaftlich verstehen und einordnen möchten, etwa in Soziologie, Politikwissenschaft oder Bildungsarbeit. Besonders hilfreich ist es, wenn Du theoretische Begriffe sauber anwenden und aktuelle Debatten differenziert beurteilen willst.