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Bettina Stephanie Sohler
Du im Fokus
Gemeinwohl
G
Der faire Online-Marktplatz für Vorarlberg
Nov. 07, 2021
Fairplace. Die neue Plattform richtet sich vorwiegend an regionale Händler und Produzenten, die ihre Produkte auch online anbieten möchten. Das Ziel ist, die Kleinen und Mittelständischen zu unterstützen und die Vorarlberger Klick für Klick mit Alltagsprodukten zu versorgen.
Der Einzelhandel zieht ins Internet. Spätestens seit den coronabedingten Lockdowns setzen viele Unternehmen auf Webshops als zusätzliches Standbein. Der Onlinehandel floriert, trotzdem fallen viele ohne eigenen Shop durchs Raster. Um die Kleinen und Mittelständischen zu unterstützen, bietet Fairplace lokalen Unternehmen die Chance, ihre Produkte online anzubieten, ohne in einen eigenen Webshop investieren zu müssen. Auf der Plattform bekommen sie aber nicht nur den Platz im digitalen Schaufenster, der Service soll die Unternehmer:innen gleichzeitig entlasten: Der komplette Prozess von der Vermarktung und Bestellabwicklung bis zur Zahlung und Logistik wird über das Team von Fairplace abgewickelt.
Webshop reicht nicht
Viele Unternehmer:innen haben es selbst erlebt: Einen eigenen Onlineshop zu kaufen, ist noch keine Lösung. Es steckt sehr viel mehr dahinter, um erfolgreich zu verkaufen. „Das Wichtigste ist, nachhaltiger mit dem Thema Konsum umzugehen. Wir müssen wieder lernen, bewusst zu kaufen und die Produkte mit den Menschen zu verbinden. Mit denen, die sie herstellen, aber auch mit denen, die sie vertreiben und davon leben. Lieber sollten wir von Menschen aus der Nachbarschaft kaufen, als charakterlose Artikel vom anderen Ende der Welt bestellen.“, erklärt Markus Hagen, Geschäftsführer und Innovator von Fairplace. Die Plattform ist die Bühne für die Vielfalt der Vorarlberger Produzenten, Händler und Landwirte – hier finden regionale Klassiker, Alltagsprodukte und besondere Raritäten ihren Platz abseits von E-Commerce-Giganten.
Umsätze steigern
Fairplace ist der perfekte Einstieg ins E-Commerce und eine zukunftsorientierte Einnahmequelle. Die Produkte stehen rund um die Uhr zur Bestellung bereit und machen die Unternehmen – zumindest digital – unabhängig von Öffnungszeiten. Die Idee ist, bewusst vom Gemeinschaftsgedanken zu profitieren und den stationären mit dem digitalen Handel zu verknüpfen. Die digitalen Maßnahmen helfen durch herausfordernde Zeiten, verschaffen den Unternehmer:innen aber auch einen festen Fuß im Geschäftsmodell der Zukunft: „Natürlich lassen sich mögliche Ausfälle durch coronabedingte Schließungen so kompensieren, aber der Grundgedanke von Fairplace stand schon vor Corona. Wir möchten die Wertschöpfung im Land fördern und für die kleineren und mittleren Unternehmen alternative Marketing- und Vertriebskanäle bieten.“, so Hagen.
Kooperation im Land
Inzwischen nutzen 16 Händler die Plattform und senden damit ein positives Signal für die Wertschöpfungskette in Vorarlberg. Gemeinsam schaffen sie eine faire, regionsbewusste Alternative zu Onlineshop-Giganten. Auf die Frage, wieso im Fairplace Onlineshop neben heimischen Möbeln, Vorarlberg Fleisch und Gewürzen aus der Region auch Bügeleisen und Waschmaschinen zu finden sind, hat Hagen eine nachvollziehbare Erklärung: „Unser Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und Regionalität, vor allem in Bezug auf die Menschen. Das schließt auch die Händler ein, deswegen ist die Auswahl auf Fairplace so vielseitig und facettenreich.“ Der Name kommt nicht von ungefähr, er steht für die drei Säulen des Online-Marktplatzes: Miteinander für die faire, regionale Wertschöpfung einstehen.