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Embodied Yoga: Sich selbst wieder bewohnen

Juli 10, 2025 // Autor: Christine Mennel
Anna Hartmann über die Annäherung und Rückkehr zur Natur, bewusstes Innehalten und wie der Wald dabei zum Resonanzraum wird.
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Was bedeutet für dich die Verbindung von Yoga und Natur?

Die Natur spiegelt uns. Wenn wir uns genauer damit beschäftigen, wird uns wieder klar, dass auch wir Natur sind und auch, wie sehr wir uns teilweise davon entfernt haben - was zu viel Leid führen kann. In meinen somatisch angeleiteten #Yogastunden lade ich dazu ein, diese Verbindung wieder zu spüren und zu stärken.

Wie unterscheidet sich Embodied Yoga von klassischen Yogastilen?

Embodied Yoga richtet die Aufmerksamkeit nach innen, statt nach außen. Es geht nicht um Formen, sondern um Empfindung – um das Lauschen auf den Körper, die innere Bewegung, den eigenen Rhythmus. Der Fokus liegt auf Selbstwahrnehmung und Verkörperung, statt auf äußerer Ausrichtung oder „richtigen“ Haltungen.

 

Für mich ist es eine Einladung, sich selbst wieder zu bewohnen – mit allem, was da ist. Oder wie Gabor Maté sagt: „Es geht nicht darum, denn Menschen zu helfen sich besser zu fühlen, sondern darum, besser im Fühlen zu werden.“

"Es geht nicht darum, denn Menschen zu helfen sich besser zu fühlen, sondern darum, besser im Fühlen zu werden."
Gabor Maté

Was ist Shinrin Yoku und wie integrierst du es in deine Waldyoga-Stunden?

Shinrin Yoku bedeutet „Eintauchen in die Waldatmosphäre“ – eine achtsame Praxis, die aus Japan stammt. Ich integriere sie durch bewusstes Gehen, Lauschen, Riechen, Fühlen.
Wir beginnen jede Praxis wir mit einem stillen Spaziergang, barfuß oder ganz langsam.
Der Wald wird dabei nicht Kulisse, sondern Resonanzraum. Shinrin Yoku hilft, den Kopf zu leeren und die Sinne zu öffnen – und das ist die beste Voraussetzung für eine tiefe Yogaerfahrung.

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Welche Rolle spielen Kräuter und Pflanzen in deiner Praxis?

Pflanzen sind für mich Verbündete. Ich arbeite mit heimischen Kräutern – als Räucherwerk, als Zutaten für Tees, manchmal direkt im Körperkontakt und in der Küche, ich probiere gerne Neues aus. Der Duft, die Haptik, die Heilkraft der Pflanzen unterstützen die Sinne und bringen uns in Kontakt mit dem zyklischen, lebendigen Wissen der Natur.

 

Auch beim #Yoga im Wald lade ich immer wieder Pflanzen ein, Teil der Erfahrung zu sein – ganz intuitiv und mit dem was gerade da ist. Die Botschaft der Pflanze, oder das was wir von der Pflanze lernen dürfen wird dann zum Thema der jeweiligen Praxis.

Was dürfen Teilnehmer bei einem Retreat mit dir erwarten?

Rückzug, Ruhe, Raum. Ein #Retreat mit mir ist keine Flucht aus dem Alltag, sondern ein bewusstes Innehalten. Es gibt Bewegung, Atem, Stille, Naturkontakt, oft auch kreatives Tun. Ich halte den Raum so, dass Jeder mit dem da sein darf, was gerade spürbar ist – ohne Erwartungen, ohne Druck. Es geht ums Spüren, nicht ums Erreichen. Und darum, wieder in Beziehung zu sich selbst und zur Natur zu treten - damit wesentliches spürbar wird. 

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Wie kam es zur Idee, Yoga und Töpfern zu kombinieren?

Beides sind langsame, verkörperte Prozesse. Beim somatischen Yoga lade ich dazu ein, den Körper von innen wahrzunehmen und der Sprache des Körpers zuzuhören – etwas, das wir durch die Dominanz des Verstandes oft verlernt haben. Beim Töpfern entsteht durch das Arbeiten mit den Händen spürbare Stille, die Gedanken werden leiser, man kommt im Jetzt an und darf erfahren wie es sich anfühlt, frei von Erwartungen zu erschaffen. Beides kann meditativ, still und sehr wohltuend sein.

 

Die Idee, Yoga und Töpfern zu verbinden, entstand im Gespräch mit der Tonhalle Dornbirn und weil ich gemerkt habe, wie gut sich diese beiden Formen aus achtsamen Sein und achtsamen Tun ergänzen. Erst Bewegung und Erdung, dann Gestalten mit Ton: Das ist wie ein Gespräch zwischen Körper, Gefühl und Materie.

Wie bist du auf FAIRPLACE gestoßen?

Ich habe Martin bei einer Ausbildung kennengelernt - durch ihn wurde ich auf #FAIRPLACE aufmerksam. 

Was möchtest du Menschen mitgeben, die zu dir in den Wald kommen?

Du musst nichts leisten. Du bist genug auch so. Du darfst einfach da sein – mit allem, was du mitbringst. Der Wald urteilt nicht, und ich versuche es auch nicht. Ich möchte Räume schaffen, in denen wir uns erinnern: an die eigene Lebendigkeit, an Weichheit, an Tiefe. Zeit in der Natur zu verbringen ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Zeit in der Natur zu verbringen. Erst wenn wir uns bewusst darauf einlassen, entfaltet sich der wahre Effekt – die Verbindung, die Ruhe und die Kraft, die uns die Natur schenken kann.

Weiterführende Links

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Bilder: @Anna Hartmann
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